Amalgam – Risiko für die Menschheit

06.03.2017

Wenn man das übliche Gerede in den Medien verfolgt, wird einem regelmäßig vorgegaukelt, der Mensch mache eigentlich alles richtig. Nur böse Viren und Bakterien sowie von Mutter Natur schlecht konstruierte Gene würden es verhindern, dass der Mensch in Ruhe und Frieden leben könne. Doch dies ist die wohl größte Lebenslüge, von der die Menschheit je erfasst wurde. In Wahrheit nämlich sind die Probleme des Menschen "hausgemacht", sprich der Mensch selber ist an seinen Leiden Schuld, indem er seinen eigenen Lebensraum - die Erde - einer kontinuierlichen Vergiftung unterzieht, und zwar in einem Ausmaß, das fast jede Vorstellungskraft sprengt. Dass sich viele Menschen darüber gar nicht bewusst sind, liegt daran, dass die Macht-Cliquen bestehend aus Konzernmanagern und machtbesessenen Politikern echte Aufklärung geschickt zu verhindern wissen (Reklame, Korruption etc.). Und natürlich ist es für den einzelnen auch äußerst bequem, die Schuld auf Viren, Bakterien und Gene zu schieben. Denn wenn es diese Schuldigen nicht gäbe, müsste sich der Mensch ja womöglich doch mal an die eigene Nase fassen und - oh Gott, oh Graus - auch noch ändern. Doch wer will das schon? Die Tragik an der Sache ist jedoch, dass die Probleme einfach nicht weggehen wollen.

An vielen Stellen - sei es auf individueller, sei es auf gesellschaftlicher Ebene - spitzen sich die Probleme förmlich zu. Kurzum: Wenn wir die Dinge zum Positiven wenden wollen (weniger Krankheiten, weniger Naturzerstörung), so bleibt uns einfach nichts anderes übrig, als der Realität in die Augen zu schauen.

Das Buch "Amalgam - Risiko für die Menschheit", geschrieben von dem Freiburger Mediziner Joachim Mutter, leistet hierzu einen Beitrag von unschätzbarem Wert. Es führt dem Leser am Beispiel des mit dem hochgiftigen Schwermetall Quecksilber versetzten Amalgam eindrucksvoll vor Augen, auf welch brutale Weise der Mensch seinen Körper mit Giften überschüttet. Mit Quecksilber ist nicht zu spaßen. Fast jede Krankheit, die wir kennen, kann durch dieses hochtoxische Schwermetall verursacht oder zumindest verstärkt werden. Quecksilber kann die so essentiell wichtige Proteinbindung behindern und damit auch Enzyme - die "Zündfunken" des Lebens - blockieren, die Radikalbildung verstärken und auch die Erbsubstanz (DNS) sowie das Immunsystem schädigen. Quecksilber spielt bei fast allen chronischen Erkrankungen des Zivilisationsmenschen eine Rolle. Um dies zu verstehen, muss man sich vor Augen führen, dass Quecksilber wohlgemerkt nicht nur in Zahnfüllungen vorkommt. Auch werden zum Beispiel bei der Verbrennung von Leichen in Krematorien erhebliche Mengen dieses Giftstoffes freigesetzt, die sich dann in der Umgebung niederschlagen.

Man geht davon aus, dass ein Krematorium pro Jahr rund 11 kg Quecksilber in die Natur pustet. Quecksilber wird zudem freigesetzt bei der Herstellung von Glühlampen, Neonröhren, Radio- und Fernsehröhren, Thermometern und Barometern oder auch Blutdruckmessgeräten. Darüber hinaus kommt Quecksilber in Farben und Leimen und Holzschutzmitteln vor und wird auch bei der Ledergerbung verwendet. Und es soll dem Autor zufolge noch 24 Medikamente im Handel geben, die Quecksilber enthalten. Doch damit nicht genug, auch bei der Kohleverbrennung wird das Schwermetall in die Luft geblasen, und zwar in einer Menge von 5.000 Tonnen jährlich. Bei der Chlorherstellung entweichen pro Tonne rund 200 bis 300 Gramm Quecksilber.

Und auch durch den Nahrungskreislauf bekommt der Mensch seine tägliche Dosis Quecksilber geliefert. So enthalten die Abwässer, die der Mensch in einem Jahr in die Weltmeere leitet, stolze 10.000 Tonnen Quecksilber. Die Meereslebewesen wie Fische und Algen nehmen dieses Schwermetall (plus die vielen anderen Giftstoffe) auf. Und da sie höher in der Nahrungskette stehen, weisen sie bis zu 25-millionenfach höhere Giftstoffkonzentrationen auf als das Meerwasser selbst.

Allein dies sollte für Dich Grund genug sein, auf den Verzehr von Fisch zu verzichten (abgesehen davon, dass der Mensch ohnehin nicht auf das Essen dieser Meereslebewesen geeicht ist). Doch so schlimm eine Entgiftung ist, man ist ihr zum Glück nicht völlig hilflos ausgesetzt. Der Ratgeber ist diesbezüglich sehr informativ, macht er doch sowohl den betroffenen Hilfesuchenden als auch den behandelnden Therapeuten wie Zahnärzten, Ärzten und Heilpraktikern das Problem Amalgam nicht nur in seiner gesamten Tragweite deutlich, sondern er zeigt auch Wege auf, wie den Geschädigten umfassend geholfen werden kann. Dabei geht es zum einen um Prävention, also darum, dem Schwermetall so gut es geht aus dem Weg zu gehen. Zum anderen gibt es eben auch Möglichkeiten, Quecksilber, wenn es sich denn schon im Körper angereichert hat, was wohl bei fast jedem Zivilisationsmenschen der Fall ist, wieder loszuwerden.

Vertreter der Naturheilkunde warnten ja schon frühzeitig vor diesem Schwermetall und insbesondere vor dessen Verwendung als Füllmaterial, weil sie befürchteten, dass sich das Quecksilber aus der Legierung der Plomben lösen und den Körper vergiften könnte. Lange wurden sie nicht ernst genommen und viele durch Quecksilber Geschädigte fanden keine Hilfe, weil die Ursachen der Erkrankung nicht erkannt wurden. Heute leugnet zum Beispiel kaum noch ein moderner Zahnarzt die Gefahr, die vom Amalgam in den Plomben ausgeht. Wurde doch die Freisetzung von Amalgam und die Speicherung in den Organen inzwischen auch in zahlreichen Studien belegt.

In einem Versuch etwa wurden die Probanden dazu angehalten, 15 Minuten lang Kaugummi zu kauen. Doch nur bei den Patienten mit Amalgamfüllungen war die Konzentration von Quecksilberdampf im Atem signifikant - das heißt statistisch abgesichert - um das 4- bis 17-fache erhöht. In einer anderen Studie wurde von 34 Leichen (29 Amalgamträger, 5 ohne Amalgam) Nieren- und Gehirnproben entnommen. Und es ergab sich, dass die Gewebeproben der Amalgamträger mehr Quecksilber aufwiesen als die der Amalgamfreien. Auch wurden Affen mit und ohne Amalgamfüllungen untersucht. Danach wurden nach einem Jahr bei den Affen mit Amalgam hohe Quecksilbermengen in wichtigen Nervenknoten und Gehirnbereichen (Spinalganglien, Hypophyse, Hirnstamm), in Nebennieren, Leber, Nieren, Lungen und Lymphknoten nachgewiesen. Die Organe der Affen ohne Amalgamfüllungen enthielten hingegen kein Quecksilber. Wichtigste Organe und das zentrale Nervensystem sind dann betroffen, viele Autoimmunkrankheiten und manche psychische Überlastung haben darin ihre Ursache. Immer häufiger wollen Patienten deshalb diese unheimlichen Zeitbomben in ihrem Mund wieder loswerden. Nur ist es mit dem bloßen Auswechseln der Plomben nicht getan. Um das Quecksilber im Körper aufzuspüren, es aus dem Gewebe zu lösen und fachgerecht auszuleiten, ist höchste Sensibilität erforderlich.

Als neue, ausgesprochen wirksame Entgiftungsmethode wird in dem Buch die von Dr. Dietrich Klinghardt entwickelte Therapie beschrieben, die, so der Autor, als erste Therapieform auch Quecksilberdepots im Nervensystem messbar abbauen kann. Dabei spielen Naturprodukte wie die Mikroalge Chlorella pyrenoidosa und vulgaris, das frische Korianderkraut und Bärlauch eine herausragende Rolle. Erfreulich ist außerdem, dass der Autor - ein hoch angesehener Schulmediziner - explizit die Ernährungstherapie beschreibt und dabei uns Rohköstlern geradezu aus dem Herzen spricht. Wörtlich lesen wir: "Über die Ernährung kann eine sehr bedeutende und von vielen unterschätzte Entgiftung von Quecksilber und anderen Giften eingeleitet werden. Es ist bedauerlich, dass durch häufig profitorientierte Berichterstattung in den Medien die meisten Menschen bezüglich Ernährungsfragen verunsichert und fehl informiert sind.

Tatsächlich ernährte sich der Mensch in seiner mindestens 30 Millionen Jahre dauernden Entwicklung ausschließlich von rohen Nahrungsmitteln. Erst vor etwa 5.000 bis 10.000 Jahren verbreiteten sich langsam die erhitzen Speisen. Nimmt man vier Generationen pro 100 Jahre an, dann war das gerade mal vor 200 bis 400 Generationen. Das ist zum Vererben von Anpassungsmechanismen zu wenig, da biologisch mit einer erfolgreichen Gen-Mutation in 100.000 Jahren gerechnet wird. Sobald gekochte Nahrung gegessen wird, steigt die Zahl der Leukozyten im Blut, ähnlich wie bei einem Infekt, stark an (Verdauungsleukozytose). Beim Genuss roher Speisen findet der Anstieg nicht statt."

Und weiter erfährt man, dass sich durch das Kochen, Braten, Grillen, Backen und Frittieren ähnlich wie bei einem chemischen Reaktor viele neue Moleküle bilden, meistens Verbindungen zwischen Proteinen und Zuckerarten, die in der rohen Nahrung überhaupt nicht vorkommen. Diese so genannten Maillard-Moleküle (1916 in Paris von dem Naturwissenschaftler Louis Camille Maillard entdeckt) sind zum Beispiel durch Hitze entstehende, braune Pigmente und Polymere, aus denen über chemische Zwischenprodukte Verbindungen wie Alkohole, Ketone, Aldehyde, Ester, Ether und viele mehr entstehen. Viele dieser Substanzen sind giftig, begünstigen die Zellentartung und Erbgutschädigung, unter anderem weil sie die Bildung freier Radikale fördern.

Bruce Ames, ein bekannter Krebsforscher, hat die Menge an Krebs erregenden Substanzen gemessen, die durch erhitze Nahrung erzeugt werden. Allein beim Kochen einer Kartoffel entstehen um die 400 neue Substanzen. Letztlich nimmt der Mensch mit normaler Kochkost pro Tag eine Menge kanzerogener (=krebserregender) Stoffe zu sich, die etwa zwei Päckchen Zigaretten entspricht. Viele dieser Stoffe werden durch den Dickdarm - immer vorausgesetzt er arbeitet einwandfrei - unschädlich gemacht. Doch die Belastung durch Kochkost ist offensichtlich und über kurz oder lang legt sie durch ihre schleichende vergiftende Wirkung auch den stärksten Dickdarm lahm.

Wenn Du also wirklich und wirksam entgiften und so auch Deine Quecksilberdepots leeren willst, kommst Du um die Rohkost nicht herum!