Diabetes Ursachen und Hoffnung

11.04.2017

Dr. Schnitzer fand 1978 eine Therapie Diabetes zu heilen, indem eine vollständig rohe, vegetarische Ernährung gegeben wird. Diese Ernährung ist aus grünen Blattsalaten, Wurzelgemüse und Samen zusammengesetzt. Ebenso wird frisch gemahlener Weizen, in Wasser eingeweicht und mit Früchten vermischt, als Speise empfohlen.

Aus WA-Aktuell, Ausgabe 89, September 2014

Diabetes mellitus - vorwiegend bezogen auf den Typ 2 - ist zu einer weltweit verbreiteten Massenerkrankung geworden. Die Internationale Diabetes Föderation (IDF) spricht von der Epidemie des 21. Jahrhunderts. Die weltweiten Zahlen (Hochrechnungen) steigen rasch an, und die Vorhersageschätzungen werden immer wieder nach oben revidiert. Während 1985 weltweit etwa 30 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt waren, betraf es 2007 bereits 240 Millionen. Unzählige Amputationen, Erblindungen, Nierenversagen und Dialysen (maschinelle - medizinische Blutwäsche) in Folge von Diabetes belasten die Menschheit weltweit. Trotzdem herrscht über Ursache und Heilung allgemein bleiernes Schweigen in der medizinischen Aufklärung. Ich frage mich, will man das nicht wissen, oder kann man das nicht wissen? Vielleicht ist es sogar beides. Könnten eventuell finanzielle Interessen verschiedener Wirtschaftszweige dahinter stehen? Der weltweite Umsatz an Insulin betrug im Jahre 2005 etwa 7,3 Milliarden US-Dollar, im Jahre 2010 schätzungsweise 11,8 Milliarden US Dollar. Weitere Milliarden wurden zusätzlich mit dem "Diabetes-Zubehör" wie Teststreifen, Spritzen usw. erzielt. Da jeder dritte Diabetiker zusätzlich Nierenprobleme entwickelt, mit anschließender Benötigung von Dialysebehandlungen und Einrichtungen, sowie pharmakologischen Substanzen in gigantischem Ausmaß in Anspruch nimmt, steigen die Umsätze ins Unermessliche. Die Aktien von Medizinunternehmen, die im Bereich Diabetes und ihrer Folgeerkrankungen tätig sind, werden bereits als Geheimtipp gehandelt. Bei Diabetes-Aktien gibt es keine Rezession. Die Aktionäre investieren in die Krankheit statt in die Gesundheit. Könnte diese Tatsache die Ursache sein, warum der enorme Aufwand in der Forschung in Richtung Medikamente und Apparate geht, und nicht in Richtung Prävention und Aufklärung? Warum kennen die Ärzte die Entdeckung von Dr. Schnitzer nicht? Ist es, weil der krank gehaltene Mensch, diesen Industriezweigen Gewinn bringt? Also keine Gesundheit, kein früher Tod - und dazwischen viel Beschwichtigung für die Betroffenen? Betroffen sind hierzulande jedoch wir alle, auch die Gesunden. Die Kosten bezahlt obligatorisch die Krankenkasse, und wir alle bezahlen die Krankenkassen. Ich bin der Überzeugung, dass die Menschen auch in dieser Sache das Heft wieder selbst in die Hände nehmen müssen. Zeit dazu wäre es jedenfalls - und Grund genug auch. Dr. Schnitzer fand 1978 eine Therapie Diabetes zu heilen, indem eine vollständig rohe, vegetarische Ernährung gegeben wird. Diese Ernährung ist aus grünen Blattsalaten, Wurzelgemüse und Samen zusammengesetzt. Ebenso wird frisch gemahlener Weizen, in Wasser eingeweicht und mit Früchten vermischt, als Speise empfohlen. Ich persönlich würde eher angekeimtes Getreide empfehlen. Im Weiteren gehören angekeimte Linsen, Kichererbsen, Erbsen und Mungobohnen zu den Favoriten. Einige Ärzte in Deutschland und in der Schweiz wandten diese Therapie an und konnten bereits viele Diabetiker heilen. Auch Spätfolgen des Diabetes, wie Gangrän (Diabetes-Geschwüre), Blutungen im Augenhintergrund (die Erblindung verursachen) und mangelhafte Nierenfunktion, konnten gestoppt und geheilt werden. In meiner Laufbahn mit der Rohkost, konnte ich persönlich in verschiedensten Fällen miterleben, wie an Diabetes erkrankte Menschen mit der Umstellung auf vegane Rohkost mit viel grünem Gemüse und Keimlingen, außergewöhnliche Erfolge erzielten.

In den frühen Achtzigern wurden Gründe für diese Heilwirkungen entdeckt. Jesse Roth, Bethesda, entdeckte die Insulinrezeptoren in der Zellmembran, die bei Diabetikern nicht voll funktionsfähig sind. Er fand sogar mehr Insulin im Blut von Diabetikern als bei Gesunden, aber diese Rezeptoren waren nicht mehr in der Lage, die Hormonbotschaft des Insulins zu empfangen. Er konnte die Funktion der Insulinrezeptoren mit einer kalorienarmen, an Pflanzenfasernreichen Diät normalisieren. Für mich jedoch ist es nicht eine Frage der Kalorien, sondern in welcher Form dieser Brennwert zu sich genommen wird. Kalorien in Form von Rohkost-Ölen, sei es aus der intakten Saat direkt oder schonend und gekühlt gepresst, in einer vernünftigen Menge konsumiert, wird keinen Schaden anrichten. Wenn sich die Kalorien jedoch auf erhitzte Weißmehlspeisen, Zucker usw. beziehen, bin ich völlig seiner Meinung. Der deutsche Professor Dr. Lothar Wendt konnte nachweisen, dass ein Teil von zu reichlich zugeführtem Eiweiß gespeichert wird, und zwar in der Basalmembran (sehr feines, im Lichtmikroskop sichtbares Deckgewebe) des Blutgefäßsystems, im Interstitium (der Raum zwischen den Kapillaren und den Zellen) und in der Zellmembran. Hierdurch wird die Transportstrecke für Insulin in manchen Fällen bis zum 15-fachen länger. Weil die Reaktionen auf einen Anstieg des Blutzuckerspiegels zu sehr verlangsamt sind, funktioniert die Blutzuckersteuerung nicht richtig. Unter diesen Umständen ist die bisherige Eiweiß-Diät also eher eine Ursache der Unheilbarkeit, denn eine Therapie. Dr. Michael Klaper konnte in Kalifornien nachweisen, dass Diabetes infolge autoimmuner Reaktion, direkt mit dem Milchkonsum in Zusammenhang steht. Ebenfalls glaubt man aus der Forschung in Finnland, dass ein Mangel an Vitamin D3 ein direktes Risiko an Diabetes zu erkranken, bedeutet. Walter Dänzer von der Soyana stellte Recherchen an, wie es dazu kam, dass in den asiatischen Ländern so viel polierter Reis gegessen wird und nicht Vollreis. Er wollte ebenfalls wissen, was uns dazu bringt, weißen Zucker zu essen und das Getreide zu Weißmehl zu mahlen. Er kam zu folgendem Schluss: Die armen Bauern und das Untertanenvolk hatten die Könige und die Priester-Kaste zu ernähren. Diese ließen sich fürstlich bedienen und wollten das Beste für sich beanspruchen. Sie waren wohlhabend und das galt als schick und fein. Als ein Schweizer Ingenieur eine Mühle baute, mit welcher das Getreide zu Weissmehl ausgemahlen werden konnte, stellte man fest, dass dieses Mehl lange haltbar und von Ungeziefer weit weniger befallen wurde, als das Vollmehl. Von nun an leisteten sich die Reichen nur noch dieses Mehl. Es gab eine enorme Nachfrage, sowohl für die Mühle, als auch für das Mehl. Die gesundheitlichen Konsequenzen erkannte man allerdings nicht. Das gewöhnliche Volk merkte nicht, dass dadurch diese Reichen, Mächtigen und Heiligen bereits damals an Zivilisationskrankheiten litten. Es blieb für sie anstrebenswert ebenfalls die Nahrung der Reichen und Mächtigen für sich zu ergattern. Ähnlich verlief es mit dem Zucker. Dasselbe zeigte sich im asiatischen Bereich. Die Reichen und Mächtigen aßen weißen Reis, weil er besser gelagert werden konnte und Handelsvorteile aufwies. Auch sie litten unter den gängigen Zivilisationskrankheiten. Es blieb dabei: Weißer Reis ist eine Prestigesache. Das Ganze ist mit tiefen Emotionen verbunden. Die Menschen möchten nicht arm sein. Es herrscht die emotionale Bewertung: wohlhabend ist gut - arm ist schlecht. Die Regierungen stehen im asiatischen Raum vor riesigen Gesundheitsproblemen und bezahlen enorme Summen um den weißen Reis mit Vitaminen und Mineralien anzureichern. Die Industrie liefert riesige Mengen davon und freut sich über die immensen Umsätze. Die Reichen und Mächtigen sind heute etwas gescheiter geworden, was ihr Essen angeht. Einige von ihnen haben in dem Bereich gelernt. Die Armen, die weniger Wohlhabenden und die nicht so Einflussreichen in der Menschheit sollten aufpassen, dass sie nicht die Dummen darstellen. Die intelligenten Menschen, egal aus welcher Schicht, leben gesünder mit veganer Rohkost und Hautkontakt mit Sonnenlicht. Das Vitamin D kann gratis von der Sonne bezogen werden und um Rohkost zu essen, ist es nicht nötig, mächtig zu sein, dass wird man dann fast von alleine. Ich glaube nicht wirklich daran, dass die Wirtschaftszweige, die mit den Krankheiten der Menschen exorbitante Gewinne einfahren, auf diese Möglichkeit freiwillig verzichten. Trotzdem hoffe ich, dass sie lernen mit Gesundheit ihre Verdienste zu generieren. Allerdings freue ich mich auf den Moment, in dem die bezahlenden Menschen - vor allem aber jene die bereits ihre Gesundheit eingebüsst haben - in der Lage sein werden, das Steuer herumzureißen. Sie können sich mit relativ einfachen Mitteln, selbst aus dem Sumpf des Elends herausheben. Dies ist nicht nur eine Frage des Wissens, sondern auch des Bewusstseins.


Urs Hochstrasser
www.urshochstrasser.ch