Diagnose: Rheumatoide Arthritis

06.04.2017

Aus WA-Aktuell, Ausgabe 83, September 2013

Liebe WA-Redaktion, leider schreibe ich sehr ungern, dennoch liegt mir daran, Ihnen meine Erfahrung mit der Ernährungsumstellung mitzuteilen. Ich bin seit 1976 Krankenschwester und habe nichts anderes als die Schulmedizin gekannt. Meine Ernährung bestand aus Kaffee, Zigaretten, Fleisch, Wurst, Brot und Käse. Ich kochte jeden Tag für meinen Mann und meine zwei Jungs das Mittagessen. Nach unserer Mahlzeit war ich jedes Mal so erschöpft, dass ich täglich meine Mittagsstunde benötigte.

Es ging mir zu dieser Zeit im Jahr 2004 einfach nur schlecht. Die Diagnose lautete: Rheumatoide Arthritis mit erheblicher Bewegungseinschränkung. Ich konnte meinen linken Arm nicht mehr als 30 Grad bewegen, starke Schmerzen plagten mich permanent. Ich schluckte täglich viele Medikamente wie Novalgin, Viox, Voltaren, Ibuprofen, Diazepam usw., bis ich nicht mehr konnte, weil die Medizin nach kurzer Zeit nicht mehr wirkte. Ich lernte damals zufällig jemanden kennen, der mir von seiner Nierenheilung durch Nahrungsumstellung berichtete. Ferner schenkte er mir ein Buch von Normen Walker, dass ich nur so verschlang. Zusätzlich kaufte ich mir in den darauffolgenden Wochen weitere Ernährungsbücher von Arnold Ehret, Helmut Wandmaker und vielen anderen. Nachdem ich circa 30 Bücher durchgearbeitet hatte, fing ich im Januar 2005 mit der Colon-Hydro-Therapie an (zehn Sitzungen), außerdem kaufte ich mir die Green-Star-Saftpresse und war fest entschlossen, mich an die Anweisungen von Helmut Wandmaker zu halten, egal was mit mir passieren sollte. Gemüse hat mir damals überhaupt nicht geschmeckt und so entschied ich mich, nur noch von Obst zu leben. Zum Leidwesen meiner Familie, denn die musste fortan ihr Essen, welches ich selbstverständlich weiterhin kochte, selbst würzen bzw. nachwürzen. Denn ich war so konsequent, dass ich nicht einmal den Kochlöffel ableckte.

Nach einiger Zeit verspürte ich wirklich keine Schmerzen mehr, ich kam aus dem Staunen kaum wieder heraus. Es geschah ein Wunder nach dem anderen. Ich fühlte mich jeden Tag leichter, besser und glücklicher. In den ersten Wochen habe ich sehr abgenommen, was mein Mann doch ein wenig erschreckte und er sagte: "Bist du sicher, dass du von Obstmahlzeiten leben kannst? Du wirst immer, immer dünner. Pass auf, dass du nicht irgendwann tot umfällst." Ich sagte: "Na und, lieber sterbe ich vom Obstverzehr als von der ganzen Medizin. Niemand auf dieser Welt wird mich von meinem Vorhaben abbringen." Ich wollte es einfach wissen, koste es was es wolle.

Mir ging es in dieser Zeit einfach hervorragend. Ich trank jeden Tag zwei Liter selbst gepressten Saft, meistens Karotten mit Äpfel, Pampelmuse, Ananas, Orangen. Ich aß immer, wenn ich Hunger verspürte Obst, selbst wenn die Uhr schon Mitternacht schlug.

Ich nahm jede Woche ein Basenbad nach Peter Jentschura, indem ich drei bis vier Stunden verbrachte, um die Schlacken aus meinem Körper zu ziehen. Zusätzlich trank ich verschiedene Tees nach Leisenkur, um die Schlacken meiner Erkrankung noch besser zu lösen. Weiter nahm ich täglich Maximolmineralien ein und von Dr. Hittich Spirulina, Green Kamut und OpC. Nach und nach hatte ich wirklich keinerlei Beschwerden mehr, meine Bewegungseinschränkung war wie weggeblasen. Alle meine Ängste die ich hatte, bezüglich Arbeit, Familie, Geld und Kindern, einer meiner Söhne ist seit seiner Geburt lernbehindert und hat das Turettsyndrom, haben mich verlassen. Ins nichts.... Einfach unglaublich, jeder Tag war für mich ein Wunder. Nach fünf Monaten habe ich entdeckt, dass es keine Zeit gibt, ich war zeitlos. Was für eine Glückseligkeit durchflutete mein ganzes Sein. Das kann man mit menschlichen Worten nicht beschreiben.

Nach einem halben Jahr fuhr ich in den Urlaub nach Kroatien. Meine Eltern trauten Ihren Augen nicht, sie konnten nicht glauben, wie gut ich doch aussah. Nicht einmal in meiner Jugend hatte ich so strahlende Augen und so ein Äußeres. Das pure Leben schaute sie an. Meine dortigen Freundinnen wollten wissen, mit welcher Gesichtspflege ich mich verwöhne? Sie konnten kaum glauben, dass diese Creme von innen her kommt. Somit fingen einige sofort mit dem täglichen Obstverzehr an, merkten aber nach kurzer Zeit, dass es ihnen nicht möglich war, ihre alten Gewohnheiten loszulassen.

In meinem dortigen Urlaub wollte ich einen Sonnentest an mir selbst ausprobieren. Früher verbrannte ich nach einem Sonnenbad sehr schnell an Stirn, Nase, Schulter und Rücken, obwohl ich immer eine Sonnencreme verwendete. Nun wollte ich aber in diesem Urlaub prüfen, wie ein sauberer Körper ohne Schlacken die Sonne verträgt. Wenn sie das selbst erfahren, kann man eigentlich fast alles Erlernte in Frage stellen? Ich lag sechs Wochen lang täglich in der Mittagshitze am Strand, während die anderen Urlauber die Mittagszeit am Strand mieden, ging ich dorthin und legte mich in die pralle Sonne. Bis 15 Uhr hatte ich das Meer für mich allein. Meine Familie sagte:" Radojka, du verbrennst!" Aber nichts dergleichen war der Fall. Nicht einmal meine Nase oder die Schultern waren rot. Die Haut war so wunderschön braun, was ich zuvor noch nie erlebte. Die Sonne scheint wie eine Mikrowelle zu arbeiten, sie selbst ist nicht heiß, sondern sie gibt ihre Energie an die Materie ab, die sich dadurch erwärmt. (Anm. d. Red.: das Zentrum der Sonne hat etwa 15,6 Millionen Grad, die Oberfläche rund 5500 Grad Celsius).

Zu dieser Zeit bestand ich aus Obst, meine Zellen waren nicht durch Ablagerungen belastet, sodass sie keine Chance hatten bösartig zu werden. Meine Familie konnte es kaum glauben und staunte. Ich war der lebendige Beweis dafür, wie man keinen Sonnenbrand bekommt. Zurückgekehrt aus der langen Zeit meiner Erkrankung durch Rheumatoide Arthritis und meiner Auszeit in Kroatien fing ich wieder an zu arbeiten. Leider schaffte ich es immer weniger, mir meine Speisen und Säfte zuzubereiten. Zudem fehlte mir oft die nötige Disziplin, an all den schönen Dingen im Leben vorbeizugehen. Da ich keinen Leidensdruck mehr verspürte oder vor Schmerzen keinen Ausweg sah, verfiel ich relativ schnell wieder in alte Gewohnheiten.

Heute lebe ich leider nur noch zu 50 Prozent von Obstrohkost. Es ist überhaupt nicht zu vergleichen mit der Zeit aus 2005 "Gesünder-leichter-besser-glücklicher". Fleisch, Milch und Käse sind aber auch jetzt noch nicht auf meinem Teller zu entdecken. Seit diesem Frühjahr gehe ich wieder Löwenzahn und Brennnesseln pflücken und mache mir meine Smoothies. Das geht schnell, sättigt hervorragend und ist im Dienst gut anzuwenden. Ich bin wieder auf dem richtigen Weg. Eines ist klar, jede kleine Veränderung im Leben - wenn man sie regelmäßig durchführt - bewirkt großes. Haben Sie herzlichen Dank, liebes WA-Team.

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