Mein persönliches Wunder

06.04.2017

Mein persönliches Wunder: Endlich fühle ich mich lebendig

Aus WA-Aktuell, Ausgabe 82, Juli 2013

Zuerst ganz kurz etwas zu meiner Person: Ich wohne in einer kleinen, naturnahen, uralten Altstadtwohnung in der Schweiz. Neben meiner Arbeit im Personal- und Finanzwesen mache ich mich langsam selbständig. Ich durfte Ausbildungen in Medialität und energetischem Heilen machen. Zudem bin ich Reiki-Meisterin nach Usui und Kundalini. Seit 34 Jahren lebe ich nun hier auf diesem bunten Planeten und seit bald zwei Jahren fühle ich mich angekommen und lebendig. Warum, werde ich euch gerne kurz erzählen: Als ich im August 2011 beschloss, ein paar Tage zu fasten und dann langsam wieder darauf aufzubauen, konnte ich noch nicht ahnen, dass dies der Beginn (m)eines neuen Lebensabschnittes sein würde. Zwar hatte ich mich schon immer mit meiner Ernährung auseinandergesetzt und aß schon länger weitgehend vegan, doch außer mal einen Blick in ein Rohkostbuch zu werfen, war nicht viel in diese Richtung passiert.

Das Mantra, ich dürfe als Vata-Typ (Ayurveda) keine kühlenden und nur wenig rohe Speisen zu mir nehmen, hatte sich bei mir festgesetzt. Ich beschloss jedoch trotzdem nach einer Phase des "zu viel Essens" einmal ein paar Tage Pause einzulegen und dann allmählich mit rohen Früchten und Gemüse wieder aufzubauen. Keine Ahnung woher dieser plötzliche Wunsch kam. Eine innere Führung. Für mich ist es mein persönliches Wunder.

Was soll ich sagen... Nach ein paar Tagen fühlte ich mich dermaßen fit, gesund und energiegeladen, dass ich beschloss, dabei zu bleiben. Ich begann viel zu lesen, viel auszuprobieren und tauschte mich in Foren im Internet und Gruppen in sozialen Netzwerken aus. Ziemlich schnell war klar für, die rohvegane Ernährung ist für mich die richtige und ich will mein Wissen verfeinern. Die ganzen Allergien, mein schwaches Immunsystem, die ständigen Erkältungen und Entzündungen der Luftwege, die starken Menstruationsbeschwerden, die Stimmungstiefs, Hautprobleme, Schlafstörungen, alles Vergangenheit, einfach wunderbar! Zudem spürte ich eine noch tiefere Verbindung zur Natur und es zieht mich in der Freizeit einfach raus, raus, raus. Luft, Sonne, Erde, Wasser, Pflanzen, Tiere, in einer ganz anderen Weise. Ich wanderte schon vorher gerne und lange und nun war ich endlich gesund genug, um regelmäßig laufen zu gehen. So habe ich nun als nette Beigabe auch endlich das Gewicht, das zu mir passt. Die Fettpölsterchen sind verschwunden und stattdessen zeigen sich hübsche Muskeln. Neben dem Laufen bin ich auch sonst sehr oft in Bewegung. Zudem nicht mehr leichenblass wie früher, sondern all das erfreut mein Herz, nun habe eine gesunde Hautfarbe und niemand fragt mich mehr, ob mir nicht gut sei.

Klar ist nicht alles nur Friede, Freude, Eierkuchen. Das Umfeld stellte sich zu Beginn als eine besondere Herausforderung für mich dar. In der Zwischenzeit hat sich vieles wieder beruhigt. Immer häufiger werde ich eher gefragt, was ich denn mache, dass ich so gesund bin und Gewichtsprobleme kein Thema mehr sind. Doch die ersten Monate musste ich mir, bis hin zum Vorwurf, ich sei wohl in die Fänge einer Sekte geraten, vieles anhören. Eine Zeitlang machte es mich sprachlos, dass etwas, das mir so viel Lebensqualität schenkte, bei anderen auf solchen Widerstand stieß. Doch ich musste lernen, mich ein wenig zurückzunehmen. Selbst im Restaurant komme ich inzwischen gut zurecht, indem ich einfach sage, dass ich aus gesundheitlichen Gründen dies und jenes nicht essen kann. Die Aggressionen, die mir zum Teil in Gaststätten entgegenkamen, nur weil ich sagte, ich möchte nichts Tierisches und Gekochtes essen, war zum Teil erschreckend und erstaunlich. Aber inzwischen habe ich einen guten Weg gefunden. So kann ich doch ab und zu mit meinem Partner ausgehen, der die in unserer Gesellschaft im Moment übliche Kost isst. Er hat von Beginn an sehr offen reagiert. Vielleicht leicht amüsiert, wenn ich Kräuter sammle, reife Früchte, Gemüse und viel Grünzeug genüsslich verspeise. Er findet es herzig, mit wieviel Hingabe ich zum Beispiel eine Mango esse. Die einen oder anderen Leckereien wie Kokosnuss oder Rohkostkräcker findet er allerdings so fein, dass auch er beherzt zugreift. Mit dem Einkaufengehen habe ich auch einen guten Weg gefunden. Mein Traum ist, eines Tages einen eigenen Garten zu haben. Bis dahin gehe ich auf den Wochenmarkt, auf dem immer mehr Bioware angeboten wird. Zudem gibt es in der kleinen Schweizer Stadt in der ich wohne, Wald und Land in der Nähe, sowie einige Reform- und Bioläden. Auf Rohkost und vor allem Tropenkostversender greife ich im Moment ergänzend gerne zurück. Noch immer fühle ich mich wie auf einer langen, bereichernden, heiteren Reise. Meine Lebensqualität und die Qualität meiner Empfindungen haben sich so sehr gesteigert. Ich bin einfach nur unendlich dankbar.

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