Natürliche Gesundheitslehre ist keine Religion

06.03.2017

Viele Leute, einschließlich mancher Anhänger der "Natürlichen Gesundheitslehre", glauben, dass diese Lehre eine Religion, ein Glaubensbekenntnis sei. Falsch, wir sind keine Religionsgemeinschaft, keine Sekte. Wir gehorchen einzig und allein den Grundsätzen des Schöpfers, also der Natur, der wir unser Leben zu verdanken haben. So gelten diese Urgesetze für alle Lebewesen dieser Erde. Sie sind für Gläubige oder Nichtgläubige gleich. Wie oft hören wir bei Predigten oder lesen in Todesanzeigen: "Nach Gottes unerforschlichem Ratschluss" musste jemand so früh sterben. Als ob Gott für die eigenen Lebens- und Ernährungsfehler verantwortlich zu machen sei. Ob Christ oder Nichtchrist, ob fromm oder nicht fromm, auch du unterstehst den unerbittlichen Gesetzen der Natur. Du ganz allein musst den Kopf dafür hinhalten. Du kannst niemand anders verantwortlich machen oder gar im Jenseits die Früchte anderer ernten. Glauben heißt einfach Nichtwissen. Daher sagen wir: "Jeder soll nach seiner eigenen Façon selig werden."

Jedermann kann sich heute das Wissen über die wahre Ursache von Krankheiten aneignen. Du musst wissen, um zu wollen, lehrte uns Prof. Dr. Johannes Ude bereits 1950 auf der ersten Deutschen Gesundheitswoche in Koblenz. Dann musst Du aber Deine gewonnene Erkenntnis auch in die Tat umsetzen. Dieses Wissen über Gesundheit ist ganz banal: Du weißt, dass alle Lebewesen dieser Erde die Nahrung so zu sich nehmen, wie sie der Schöpfer selbst für jeden Wurm geschaffen hat. Niemand in der wilden Natur isst feuerbehandelte, tote Nahrung. Diese Lebewesen sind trotz größter Umweltbeeinträchtigung durch uns "dumme" Menschen gesund. Sie erreichen ihr normales Lebensalter, das sich aus 6- bis 7-facher Multiplikation ihrer Entwicklungszeit ergibt. Danach müsste ein Mensch ein normales, gesundes Alter von 140 bis 160 Jahren erreichen. Wie kläglich schneiden wir Menschen vergleichsweise gegen unsere Tierbrüder ab. Wir sind keine Tiere, heißt es dann. Bestehen wir nicht auch aus Fleisch und Blut? Wir unterscheiden uns doch nur durch unseren Verstand, den wir täglich gründlich mit Hilfe des Kochtopfs und des Verzehrs unserer Tierbrüder missbrauchen. Das Ergebnis ist doch ein leistungsschwaches, lebensuntüchtiges Geschöpf. Ich schreibe diesen Beitrag am 2. Januar 1999. Habt ihr nicht die vollen Regale und Einkaufswagen mit Tierleichen gesehen? Hast nicht auch du das tote Leichenzeug in dich hineingeschüttet? Dafür bist du ganz allein verantwortlich und nicht ein Glaube hat dich verführt. Die von Kindheit an in dich eingetrichterte Gewohnheit hat dich zu diesem Unsinn der Völlerei mit tot gekochten Stoffen geführt. Du führst einen ununterbrochenen Krieg gegen dich selbst und bist noch erstaunt, dass du dabei hinfällig wirst, schrieb ich kürzlich in einem Beitrag.

Es gab nach dem Weltkrieg keinen Herzinfarktkranken in Deutschland. Warum wohl nicht? Weil die karge Kost eine Völlerei nicht zuließ. Der geringe Fleischverzehr wurde durch viel Bewegung kompensiert. Heute sind wir bewegungsarme, faule "Sitzmenschen" geworden und essen viel mehr als damals. Die glänzenden, medizinischen Entwicklungen, wie Schrittmacher, Bypass-Operationen, Organersatz usw. sorgen dafür, dass die Betroffenen einige Jahre länger leben dürfen. Wissen und Praxis der natürlichen Lebensweise basieren auf Fakten, nicht auf Dogmen irgendwelcher Art.

Du selbst kannst sofort die Richtigkeit des Naturgesetzes prüfen, indem du für einige Testwochen auf hundertprozentige Rohkost übergehst. Nichts dokumentiert besser die Wahrheit naturgesetzlichen Lebens ohne Zuhilfenahme des Kochtopfs oder Backofens. Den erfolgreichsten Kampf hast du bestanden, wenn du dich von Heilern aller Art selbst freikämpfen kannst.

Die meisten Gesundheitsbücher predigen Halbheiten und erreichen damit nichts. Ihre Autoren klagen uns als Fanatiker an. Ja, wir sind, was die Gesundheit des Menschen betrifft, Fanatiker und gehen der Sache auf den Grund. Mit Vollwertkochbüchern und -päpsten wollen wir nichts zu tun haben.

Körner aller Art machen steif und verstopfen mit ihrem Kleister die feinen Kapillaren. Jeder Kranke im Endstadium ist ein Kleisterkranker. Ja, Kleister, Schleim ist für den Tod verantwortlich. Nichts geht mehr. Bei einem Besuch im Krankenhaus konnte ich wieder einmal feststellen, wie schwer die Kranken sich abstrampeln, den Abfall Schleim aus ihren Bronchien loszuwerden. Was liefert die Krankenhausküche zum Nachmittagskaffee: Kekse. Eine Schlaganfallpatientin ließ sich zwei Tassen Kaffee und ein großes Päckchen mit Keksen geben, die sie sich mit sichtlichem Vergnügen einverleibte. Krankenhauskost ist eine tote, Leben verkürzende Kost. Unter den Krankenhäusern ist ein erbitterter Wettbewerb um Patienten ausgebrochen. Welches Haus nicht alles bietet, wird unterliegen. So falsch und fatal ist heute unser Krankheitswesen.

Wir nehmen dir nicht deinen Glauben, aber gehorche den unveränderlichen Gesetzten deines Schöpfers, der Natur. Kürzlich sagte ich einer jungen Pastorin: In Wirklichkeit darf es doch nur eine Religion, einen Schöpfer, ein Naturgesetz geben. Sie pflichtete mir bei. Ehrlicherweise gab sie zu, dass sie beim Lesen unserer Zeitschrift WA-Aktuell ein schlechtes Gewissen hätte.

Liebe Leser, wappnet euch gegen den täglichen Missbrauch eures Körpers und die schändlichen Angriffe der Besserwisser aller Formen, einschließlich Mediziner, die, leider zu Recht, Geld an der Gesundheit verdienen müssen, um nicht Pleite zu gehen. Werft den geschriebenen Unsinn in den Müll, ihr benötigt nur den Inhalt weniger Rohkostbücher, in denen die Grundtatsachen der Natürlichen Gesundheitslehre in einfachen Worten dargelegt werden. Unsere WA-Aktuell soll euch eine Hilfe bei der Überwindung der schädlichen Gewohnheiten sein. Ihr braucht nichts Übersinnliches zu glauben, sondern nur diese Naturgesetze an euch praktisch anzuwenden. Ganz schnell könnt ihr so die Spreu vom Weizen trennen.

Ich schrieb in meinem Buch, dass gerade euer Glaube eine große Hilfe sein sollte, der Natur zu gehorchen. Steht nicht geschrieben, dass ihr euren Tempel (Körper) sauber halten sollt? Bei der Einhaltung der Naturgesetze ist Gott immer bei euch.