Nie mehr krank durch neue Lebensgewohnheiten

06.03.2017

So lautet der Titel des Buches von Dr. Ralph C. Cinque. Er ist der Leiter des NH-Gesundheitszentrums in Yorktown/Texas, das Menschen aus aller Welt aufsuchen. Dr. Cinque hat seine umfangreichen Erfahrungen in der Natürlichen Gesundheitslehre in die Praxis umgesetzt. Er kennt die Probleme einer Ernährungs-, bzw. Lebensumstellung aus seiner jahrelangen Praxis, er weiß um die zahlreichen Fallstricke. Er hat immer wieder erleben müssen, dass Menschen in die alten Bahnen des normalen, gut bürgerlichen Lebens unserer heutigen Zeit zurückfallen. Mit diesem Buch hat er eine große Lücke geschlossen, indem er praktikable Ratschläge aufzeigt.

Leider hat der neue Verlag Natura Viva - fit fürs Leben auch dieses Buch aus dem Programm genommen. Da ich gerade mein Kochtopfbuch in der neunten Auflage überarbeite, habe ich bei der neuen Verlegerin interveniert, dass das Buch von Dr. Cinque lieferbar bleibt. Schauen wir einmal.

Im Grunde genommen ist mein Buch "Willst Du gesund sein, vergiss den Kochtopf." bei den Lesern stark in ihr Bewusstsein eingegangen, die Wahrheit ist eben immer gültig, die Fehler machen nur die Menschen. Neu eingefügt wird nun ein Titel über Ergänzungen mit Vitaminen und Mineralstoffen, ein Thema, das in Deutschland nach wie vor stark umstritten ist.

Auch Dr. Cinque lehnt noch solche Ergänzungen ab. Auf der anderen Seite macht er Ausnahmen bei Milchprodukten, Körnern, Samen und Kartoffeln. Kartoffeln schmecken roh nicht und sind schwer verdaulich und oft giftig. Sein Kochtopf ist also in seinem Ressort nicht ganz tot. Vielleicht muss er diese kleinen Ausnahmen zulassen, damit seine neuen Gäste nicht allzu sehr vor den Kopf gestoßen werden. Dann wird es aber später schwierig, sich von diesen Ausnahmen zu lösen. Ich kann solche Ausnahmen schon seit langer Zeit nicht mehr vertragen. Wie oft habe ich in meinen Büchern geschrieben:

Ein "ausgeleierter Traktor" läuft auch noch mit Abfall, aber eine feine Maschine reagiert sofort mit Unpässlichkeiten.

Dr. Cinque hat bei den 105 Lehrbriefen des "College of Life Science" in Austin/Texas mit Dr. T. C. Fry zusammengearbeitet. Die beiden waren befreundet. Ich besitze zahlreiche Videofilme von ihnen, in denen auch kontroverse Ansichten nicht gescheut wurden.

Hier geht es um unser aller Problem. Die Leute wollen gerne gesund werden und bleiben, aber nichts dafür tun. Sobald die großen Platten mit Schnittchen aufgetragen werden, schwimmen alle guten Vorsätze dahin. Bei den wenigen größeren, nicht zu vermeidenden Privatfesten, wie bei meinem 80. Geburtstag oder dem 75-jährigen Jubiläum der von mir gegründeten Firma Wandmaker, aß ich demonstrativ nur Bananen. Die bekommen immer und ich bin zufrieden.

Dr. Cinque ist persönlich auch ein Vorbild seiner Lebensweise. Obgleich er studierter Chiropraktiker ist, macht er keinerlei "Behandlungen", auch keine Dehnungen der Körperteile. Wer sich immer wieder "einrenken" lässt, bekommt Schlottergelenke, aber keine Heilung. Bei allen Erkrankungen heißt es, die Ursachen beseitigen, dann macht der Körper auch seine Pflicht. Dr. Cinque nennt Therapien aller Art "therapeutisches Theater".

Ja, mit alten Gewohnheiten wird Geld verdient (Tabak, Kaffee, Alkohol, Fastfood). Alle Heiler wollen mit verdienen. Wir von der Natural Hygiene (NH) sagen, du musst dich freikämpfen von allen Therapien und Pillen. Wenn du deinen Körper in Ruhe lassen kannst, bist du auf dem richtigen Weg. Heute sind wir eine drogenbesessene Gesellschaft geworden. Im Artikel "Kuren aller Art" habe ich bereits darauf hingewiesen, dass wir vollständig auf sogenannte Heilkräuter verzichten sollten. Nichts heilt, nur der eigene Körper. Wer mit Giften aller Art sein Symptom vorübergehend unterdrückt, bekommt später ein noch schlimmeres Symptom (Krankheit) zurück, denn der Körper vergisst nie.

Die schlimmste Krankheit ist das viele Essen, das Überessen. Die völlig unnützen Mehrkalorien lagern sich ebenfalls als Müll, also Dreck, ab. Gerade unter uns Rohköstlern sind leider immer noch sehr viele, die auch Rohkost in großen Mengen essen. Hier sind Disziplin und Mut gefragt.

Es gibt also keinen Kompromiss zwischen naturgemäßer Rohkosternährung und "sündigen". Wie Ehret immer wieder schrieb: du bekommst sofort die Stolpersteine zu spüren, an denen die meisten Menschen leider scheitern. Dann bekommt die völlig unschuldige Obstrohkost die Schuld, nicht der eigene Schlendrian.

Wir selbst machen die falschen Gewohnheiten und nachher machen die Gewohnheiten uns.

Dr. Cinque beschreibt einen Fünf-Stufen-Plan. Diesen solltest du kopieren und dir immer wieder vorlegen, wenn du von "Verführungen" überwältigt wirst:

Kaffee

Ich trinke keinen Kaffee mehr, denn....

  • Kaffee ist eine Droge, die süchtig macht. Er ist eine mildere und legale Form des Kokains.
  • Kaffee ist ein Teratogen - er führt zu Entwicklungsstörungen. Trächtige Ratten, denen man Kaffee gibt, bringen missgestaltete Junge zur Welt.
  • Kaffee ist ein Mutagen - er schädigt DNS-Moleküle.
  • Kaffee ist ein Karzinogen - er ist an der Entstehung von Eierstock-, Blasen-, Pankreas-, Brust-, Magen- und Dickdarmkrebs beteiligt.
  • Kaffee enthält Koffein, ein giftiges Alkaloid, das das Nervensystem reizt und zu Herzrhythmusstörungen führt.
  • Kaffee ist verbrannt und bitter. Er führt zu Mundgeruch, färbt die Zähne gelb, reizt den Magen und schädigt die Leber.
  • Kaffee enthält sehr viel Oxalsäure, die Kalzium bindet und in den Nieren und anderswo im Körper Steine bildet.
  • Kaffee übersäuert das Blut, stört die Verdauung und den Schlaf, verursacht Kopfschmerzen und macht benommen und deprimiert.

Rauchen

Ich rauche nicht mehr, denn....

  • Rauchen ist eine schlechte Angewohnheit. Tabak macht Hände und Zähne fleckig, verschmutzt die Kleider und die Wohnung, führt zu Mundgeruch und schlechtem Körpergeruch, macht die Zähne gelb und entzündet das Zahnfleisch. Für einen Nichtraucher ist es absolut abstoßend, einen Raucher zu küssen.
  • Wenn ich rauche, führe ich Krieg gegen meinen Körper. Rauchen schwärzt die Lungen, verstopft die Arterien, schädigt die Nerven und verhärtet die Organe. Jede Zelle meines Körpers wird krank, wenn ich rauche.
  • Rauchen ist eine krankhafte und biologisch schlechte Angewohnheit. Nikotinsucht ist nicht besser als Heroinsucht.
  • Rauchen macht die Sinne stumpf und bewirkt, dass ich alle echten Freuden des Lebens nicht mehr so intensiv genießen kann. Es verhindert, dass mir gesundes Essen schmeckt.
  • Tabakrauch enthält Acetaldehyd, das zu Vernetzungen im Bindegewebe führt. Die Folgen sind Arterienverhärtung, Emphyseme und Leberfibrose.
  • Der Teer im Tabakrauch enthält polynukleare aromatische Kohlenwasserstoffe, die in den Zellen DNS (Träger der Erbinformation) binden und Genmutationen und letztlich Krebs hervorrufen. Rauchen ist überall auf der Welt die Hauptursache für Lungenkrebs. Es ist außerdem eine Mitursache für Mund-, Speiseröhren-, Luftröhren-, Bronchial- und Lungenkrebs sowie für Magen-, Nieren-, Leber-, Blasen-, und Pankreaskrebs.
  • Rauchen führt zu Hypoxie (Sauerstoffmangel). Die Folge ist Blutverdickung, die die Herzfunktion erschwert. Außerdem zieht Nikotin die Blutgefäße zusammen, was eine weitere Belastung für das Herz bedeutet.
  • Rauchen verringert die Durchblutung der Nieren und schädigt die empfindlichen Schleimhäute, die das Blut filtern.
  • Rauchen beeinträchtigt die Sexualität. Bei Männern wirkt es entkräftend und führt zu abnormen Spermien und Impotenz. Bei Frauen verursacht es Brustkrebs. Kinder von Rauchern leiden häufiger an Geburtsschäden, und die Sterblichkeit ist bei ihnen höher.
  • Wenn ich rauche, bringe ich tödliche Gifte in meinen Körper, zum Beispiel Nikotin, Kohlenmonoxyd, Stickstoffoxyd, Arsen, Zyanid und Blei.
  • Mit dem Rauch nehme ich radioaktive Substanzen wie Thorium, Radium und Polonium auf. Man schätzt, dass die jährliche Strahlenmenge, der ein Raucher ausgesetzt ist, wenn er täglich eine Packung Zigaretten raucht, zwölftausend Mal größer ist als die Strahlung, die er aus Tschernobyl empfangen hat.
  • Rauchen führt zu einer Verklumpung der Blutplättchen und der roten Blutkörperchen. Die Folge sind krankhafte Blutgerinnsel. Bei Rauchern ist das Risiko, einen Schlaganfall zu bekommen, viermal größer als bei Nichtrauchern. Wenn ein Raucher vom Schlag getroffen wird, ist sein Zustand meist viel ernster als der eines Nichtrauchers in der gleichen Lage, weil Tabakrauch die kollateralen (benachbarten) Blutgefäße zusammenzieht, die das geschädigte Gewebe versorgen.
  • Rauchen verlangsamt die Durchblutung der Haut, stört ihre Versorgung mit Nährstoffen und bewirkt, dass sie vorzeitig hart und alt wird.

Alkohol

Ich trinke keinen Alkohol mehr, denn....

  • Alkohol vergiftet das Protoplasma der Zellen. Er vergiftet die Leber, das Blut und die Nerven.
  • Alkohol ist eine süchtig machende Droge, die zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führt.
  • Alkohol schadet dem Gehirn. Ich kann nicht richtig denken, wenn ich Alkohol trinke. Jedes Mal, wenn ich ein Glas Alkohol zu mir nehme, zerstöre ich tausende Gehirnzellen, die nie ersetzt werden.
  • Wenn die vorübergehend anregende Wirkung nachgelassen hat, macht der Alkohol mich depressiv. Er veranlasst das Gehirn, die Produktion von Stimmung verbessernden Endorphinen einzustellen.
  • Alkohol errichtet eine Mauer zwischen mir und den Menschen, die ich am meisten liebe.
  • Alkohol macht Kummer. Alkoholiker zerstören Familien, schlagen Frauen und Kinder und verachten sich selbst.
  • Alkohol macht Karrieren und Erfolge zunichte.
  • Alkohol führt zu Unfällen. Jährlich sterben Zehntausende von Menschen bei Verkehrsunfällen, die auf Alkohol zurückzuführen sind.
  • Alkohol verursacht Krankheiten, zum Beispiel Leberzirrhose, Gehirnentartung, Arterienverhärtung sowie Magen-, Leber-, Pankreas-, Kehlkopf-, Luftröhren-, und Speiseröhrenkrebs. Alkohol löst im Darm die Produktion von giftigen und mutagenen Nitrosaminen aus, die Dickdarmkrebs hervorrufen.
  • Alkohol produziert Abfälle. Gesunde Lebensmittel wie Früchte sowie die Mittel, die für ihren Anbau erforderlich sind, werden tonnenweise verschwendet, um alkoholische Getränke herzustellen. In einer Welt, in der Menschen hungern müssen.
  • Alkohol führt zu Sexualstörungen. Er lähmt die Nerven, die die Erektion steuern, hemmt die Durchblutung und ruft Hormonstörungen hervor. Bei Männern bewirkt er Entkräftung, weil er den Testosteronspiegel senkt und die Leber daran hindert, überschüssiges Östrogen abzubauen. Übermäßiger Alkoholgenuss führt zu Hodenschrumpfung (siehe auch Dr. Edwin Flatto "Aktiv l(i)eben in jedem Alter").
  • Alkohol macht die Leber, das Herz und die Muskeln schwammig.
  • Alkohol bewirkt, dass die Nieren schwellen, verfetten und Eiweiß an den Harn abgeben.
  • Alkohol schädigt die Nervenzellen im Magen und führt mit der Zeit zu Entzündungen und Geschwüren.
  • Alkohol verhärtet die Schleimhäute und verdickt die Zunge. Die Folge sind Taubheit und Geschmacksverlust.
  • Alkohol führt zu Kardiomyopathie (Entartung des Herzmuskel), Herzversagen, geblähten Halsvenen, Nasenschwellung, geschwollenen Beinen und aufgedunsenem Unterleib.
  • Während der Schwangerschaft kann Alkohol schon in geringen Mengen zu erheblichen Entwicklungsstörungen beim Fetus führen. Betroffen ist vor allem das Gehirn des Ungeborenen. Wenn eine Frau Alkohol trinkt, steigt ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken, um 50 Prozent.
  • Alkohol kann plötzliche Krämpfe in den empfindlichen Blutgefäßen des Gehirns hervorrufen. Ein Gehirnschlag kann die Folge sein. Bei Trinkern kommen Gehirnschläge viermal häufiger vor als bei Nichttrinkern. Eine Verengung der Herzkranzgefäße kann tödliche Vorhofarrhythmien auslösen.
  • Wein enthält von Natur aus Sulfite und weitere Sulfite werden beigegeben, um den Gärungsprozess zu steuern. Sulfite sind starke Gifte. Wein enthält außerdem von Natur aus eine krebserregende Verbindung namens Urethan.

Salz

Ich esse kein Salz mehr, denn....

  • Salz ist ein starkes Reizmittel. Salz in einer offenen Wunde brennt entsetzlich, und das Salzwasser im Meer reizt beim Schwimmen die Augen. Das Salz, das ich esse, sticht und reizt meinen Körper von innen.
  • Salz bringt zu viel Natrium in den Körper. Der Durchschnittsmensch nimmt zehnmal so viel Natrium zu sich, als er braucht.
  • Salz bringt das heikle Hormongleichgewicht durcheinander, das zwischen der Hirnanhangdrüse, den Nebennieren und den Nieren besteht.
  • Salz hält Wasser im Körper zurück. Es macht die Augen verschwollen, den Unterleib aufgedunsen und die Knöchel dick.
  • Salz erhöht den Blutdruck, macht anfälliger für Herzkrankheiten und Infarkte.
  • Salz reizt und verhärtet die empfindlichen Schleimhäute des Körpers und verdirbt den Geschmackssinn.
  • Salz "pökelt" den Körper. Es macht das Blut, die Tränen und den Schweiß zu salzig.
  • Salz stört das Gleichgewicht zwischen Kalium und Kalzium im Körper. Dieses Gleichgewicht stellt sich nur ein, wenn ich ganze natürliche Lebensmittel esse. Ich streue weder anorganisches Kalium noch anorganisches Natrium ins Essen.
  • Salz verursacht nachweislich eine bestimmte Art von Magenkrebs, das anaplastische Adenokarzinom.

Es lohnt sich, diese Aufzählung von Dr. Cinque immer bei sich zu tragen. Hole diese vor deine Augen, wenn Gefahr von Abweichungen droht, die dich immer zurückfallen lassen. Bleibe stets Sieger. Hinterher bist du froh, dass du nicht "umgefallen" bist.



Die Fortsetzung über Fleisch-, Milch- und Zuckerauswirkungen finden Sie auf unserer DVD.