Vorwort

06.03.2017

von Helmut Wandmaker

Im Kopf unseres Magazins WA-Aktuell gedenken wir dieses großen Altmeisters Arnold Ehret. Von ihm hätten wir noch viel gelernt, wenn er nicht mit 56 Jahren einen tragischen Unfalltod erlitten hätte. Schon damals kämpfte er vergebens gegen die Windmühlenflügel der sogenannten Wissenschaftler, die reden und schreiben können, aber nie in eigener Praxis und an eigenem Leibe Erfahrungen gesammelt haben. Arnold Ehret hat nie Rezeptangaben gemacht. Die publizistischen Nachfolger von ihm haben in Angleichung an den damaligen Trend Rezepte veröffentlicht, wobei sie wohlweislich "im Sinne von Arnold Ehret" schrieben.

Auch hat Ehret nirgends die schwerverdaulichen Grünpflanzen empfohlen, sondern die Früchteernährung und das Fasten. Damit hat er seine lebensgefährliche Nierenentzündung beseitigt. Für Anfänger der veganen Rohkosternährung bringt Urs Hochstrasser in unserem Magazin leckere Rezepte. Urs schrieb in einer der ersten Ausgaben, dass man bei der besten Nahrung der Welt, den reifen Früchten, eigentlich aber kein Rezept benötigt.

1981, während eines Spanienurlaubs habe ich aus kleinen Ehret-Broschüren einige Artikel übersetzt, die ich in unserer Zeitschrift veröffentlichen werde, wie:

  • Mutterschaft und Erbgesundheit
  • Die grundlegende Ursache der Entstehung von altem und hässlichem Aussehen
  • Bilde körperliche Gesundheit, Stärke und Tüchtigkeit
  • Körperliche Fitness durch hochwertige Diät und Fasten
  • Verbesserung des Blutes
  • Ein religiöses Konzept physischer, geistiger und mentaler Diätetik
  • Krankheit als Experiment

Wie habe ich den Schriftsteller Arnold Ehret kennengelernt?

1978, während einer Geschäftsreise in die USA, gab mir meine Nichte, die wusste, dass ich seit 1950 Vegetarier war, (meine Schwester lebte in der Nähe von Chicago) das Buch "Live Foods" (Lebendige Nahrung) des Ehepaars Georg und Doris Fathmann zu lesen. Hierin berufen sie sich auf die Lehren ihres großen Meisters Ehret, durch die sie beide zur Gesundheit geführt wurden. Ich wurde hellhörig, ich kannte den Namen Ehret gar nicht, und habe das Buch nachts in einem Zug "verschlungen". Am nächsten Tag sind wir ins dortige Reformhaus gegangen und haben die originalen Ehret Bücher gekauft. Dabei nahm ich auch einige Bücher des berühmten Dr. Norman Walker mit, der in Deutschland damals genauso unbekannt war. Die Erkenntnisse Ehrets wirkten so jung und erfrischend und doch aufgrund seiner praktischen Erfahrungen in Wirklichkeit sehr alt. Dieses Buch wurde zu meiner Richtschnur und begleitet mich noch heute, obgleich ich Hunderte von Büchern über Gesundheit und Medizin besitze.

Ich kannte bis zu dieser Entdeckung in den USA nur die englische Literatur Ehrets. Karl-Heinz Baumgartl, ein enger Freund Walter Sommers, hat ein kleines Büchlein in einer Münchener Bibliothek entdeckt, das Ehret 1911 in deutscher Sprache herausgegeben hatte. Ich habe Baumgartl damals die Druckfahnen abgekauft und es neu unter "Vom kranken zum gesunden Menschen" im Eigenverlag herausgegeben. Später hat der Waldthausen-Verlag dieses Buch mit Ehrets Fastenbuch verbunden und den obigen Titel "...durch Fasten" ergänzt. Im Grunde genommen brauchen wir nicht mehr über eine gesunde Lebensweise zu wissen, als in diesem kleinen Ehret-Buch steht.

Nun zurück: Fahrtmanns lebten damals noch und genossen die Früchtekost. Sie waren bereits zu 90 Prozent auf dem Ehret-Weg, überwanden alle ihre Krankheiten und fühlten sich pudelwohl. Manchmal sind sie zu den "Fleischtöpfen Ägyptens" zurückgekehrt, aber die alten Krankheiten und Gebrechen kamen sofort zurück, sodass sie dann keine "Winkelzüge" mehr machten. Unsere vegetarische Kost, in erster Linie Waerlandkost, bestand zu jener Zeit zur Hälfte aus Rohkost. Nach Walter Sommer, dem hundertprozentigen Rohesser, wurde Arnold Ehret mein zweites Leitbild. Daraus sind seither, von 1978 bis 2000, ganze 22 Jahre geworden.