Wie geht es deiner Leber?

27.03.2017

Meine eigene Lebensveränderung - Das Schwimmen gegen den Strom! Hier begann mein Weg in ein neues Leben, denn von nun an ließ mich dieses Thema nie mehr los und ist heute mit viel Enthusiasmus zu meiner Berufung geworden. Damals war ich nach drei chronischen und unzähligen Zivilisationskrank-heiten bereits auf dem Rohkost-/ Wildkräuter-Weg und ich hatte die absolute Hirnwäsche nach dem Lesen von Wandmakers genialem Universalwerk  "Willst Du gesund sein? Vergiss den Kochtopf!" bereits hinter mir. Das mehrmalige kurzzeitige Fasten hatte ich schon praktiziert, als ich damals mit vielen rohen, unbelasteten Obst-Grünpflanzen-Mahlzeiten ein Schlacke-Schleim-lösendes Großreinemachen in meinem Körper in Gang setzte....


Hast Du schon mal Deine Leber gefragt, wie es ihr heute so geht?

Aus WA-Aktuell Ausgabe 91, Januar 2015 ( #137818601 | © natali_mis |  fotolia.com)

Die Leber ist die größte Drüse im menschlichen Körper. Sie wiegt etwa 1,5 Kilogramm und übernimmt zentrale Aufgaben im Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fett-Stoffwechsel. Jeden Tag fließt eine große Menge Blut durch die Leber. Die darin enthaltenen Stoffe werden von ihr verwertet, gespeichert, umgewandelt oder abgebaut. Dabei laufen alchimistisch anmutende Prozesse ab. Die Leberzellen können Zucker als Glykogen speichern und später als Glukose wieder abgeben oder Zucker in Fett umwandeln. Sie schaffen es aber auch, aus Eiweißen Zucker zu produzieren und Hormone und Vitamine zu bilden. Außerdem ist die Leber ein wichtiges Entgiftungsorgan, ein Filtersystem, das in jeder Minute ungefähr 1,5 Liter Blut reinigt. Giftstoffe die sie entsorgen muss sind Alkohol, Medikamente, Konservierungsmittel, Pestizide, Schwermetalle, Chemikalien und andere Schadstoffe aus Wasser, Luft und Nahrung, aber auch Krankheitserreger. Schwer beschäftigt ist sie beispielsweise mit dem Abbau von Ammoniak, der beim Abbau von Aminosäuren entsteht. Zudem produziert die Leber jeden Tag zwischen einem halbem und einem Liter Gallenflüssigkeit, die in der Gallenblase gespeichert und bei Bedarf abgegeben wird. Die Leber arbeitet unermüdlich tagein tagaus, vor allem aber in der Nacht, und beschwert sich lange nicht. Sie kann sich sogar immer wieder regenerieren, solange es nicht zur Leberzirrhose oder zum Leberkrebs gekommen ist. Weil das Organ keine Schmerzen verursacht, ist es wichtig, auf Beschwerden zu achten, die im Zusammenhang mit einer überlasteten oder schon erkrankten Leber stehen.

In der chinesischen Medizin wird der Leber, die dem Holz-Element zugeordnet ist, deshalb große Aufmerksamkeit geschenkt. Sie gilt als Motor des ganzen Körpers, der hilft, die Lebensenergie Qi zirkulieren zu lassen, ebenso als Träger des Hun, des Spirituellen im Menschen, und der ewigen Erinnerung. Partner der Leber ist in der TCM die Gallenblase, deshalb werden immer beide in den Blick genommen. Das tut auch die europäische Naturheilkunde. "Leber und Gallenblase gehören zusammen", sagt die ganzheitliche Gesundheits-, Lebens- und Ernährungsberaterin Veronika Sauer. Sie befasst sich seit langem mit dem Thema und hat eine ganzheitliche und natürliche Reinigungsmethode entwickelt, die in kurzer Zeit durchgeführt werden kann und sehr effektiv ist. Wie sie zur gesunden Lebensweise gekommen ist und wie sie ihre Naturkostschule in Thüringen aufgebaut hat, erzählt sie den Lesern von WA-aktuell: "Wann reagierst Du endlich und befreist mich von diesen vielen toxischen Schleimen und Schlacke-Klumpen, die man Gallensteine nennt?" So oder ähnlich muss vor 12 Jahren auch meine Leber zu mir gesprochen haben, als ich endlich mit 47 Jahren begann, meine Ernährung zu verändern und mich mit dem Verdauungssystem und der Gallenblasen- und Leberreinigung zu beschäftigen. Ich hatte verstanden, dass ich meine Leber und die Gallenblase dringend entlasten und von Unrat befreien musste.

Meine eigene Lebensveränderung - Das Schwimmen gegen den Strom!

Hier begann mein Weg in ein neues Leben, denn von nun an ließ mich dieses Thema nie mehr los und ist heute mit viel E n t h u s i a s m u s zu meiner Berufung geworden. Damals war ich nach drei chronischen und unzähligen Zivilisationskrankheiten bereits auf dem Rohkost-/ Wildkräuter-Weg und ich hatte die absolute Hirnwäsche nach dem Lesen von Wandmakers genialem U n i ve r s a l we r k "Willst Du gesund sein? Vergiss den Kochtopf!" und dem ebenso guten Wildkräuter-Konz bereits hinter mir. Das m e h r m a l i g e kurzzeitige Fasten hatte ich schon praktiziert, als ich damals mit vielen rohen, unbelasteten Obst-Grünpflanzen-Mahlzeiten ein Schlacke-Schleim-lösendes Großreinemachen in meinem Körper in Gang setzte. Dies putzte überall den Dreck aus den Ecken und löste alte Ablagerungen und Medikamente, was nicht ohne Konsequenzen ablief.

Ich erinnere mich an meinen ersten veganen Urlaub, als unter der spanischen Sonne mein Körper aus allen Poren auf befreiende Weise die Harnsäure rausdrückte. (Ich war vorher ein mächtiger Fleischesser). Allein mit diesen Entgiftungs-Prozessen könnte ich ein sehr interessantes Buch füllen. Wer so wie ich über Jahrzehnte die Ordnungsgesetze des Lebens grob verletzt hat und sich nicht artgerecht mit lebendiger Nahrung, sondern nur mit totgekochtem Zeug ernährt hat, viele Medikamente einnahm und viel zu wenig trank, braucht wenigstens zehn Jahre der Entgiftung, wie ich heute aus meiner Erfahrung weiß.

Nun hatte ich dabei zwei Möglichkeiten. Ich konnte den Bummelzug oder den D-Zug wählen. Diese von mir so gewollte, aber etwas zu schnelle Art der Entgiftung, bewirkte als Nebenwirkung hin und wieder einen gewaltigen Leberstau, der sich dann durch verschiedenste Symptome wie Hämorrhoiden, Nagelbettentzündungen und Tinnitus bemerkbar machte. Dies alles wird in keinem Buch besser beschrieben als in "Die Methusalem-Ernährung" von Henning Müller-Burzler. Dort fand ich die Bestätigung für die wundersamen Vorgänge in mir, die nötig waren um mich wieder zur vollständigen Gesundung zu führen. Es waren Regelungen des Körpers, die ich damals noch nicht verstand, aber geschehen lassen musste. Ich erkannte an den furchterregenden Belägen auf meiner Zunge, dass es Zeit wurde, den Körper mit natürlich reinigenden Maßnahmen zu unterstützen und zwar nicht nur mit solchen, die eine sichtbare Ausleitung der Giftstoffe aus dem Körper nach sich ziehen. Denn fehlt diese, wandern oft genug gelöste Ablagerungen wieder in die alten Depots zurück oder in ganz neue, bereiten dort Schmerzen und der Aufwand war umsonst. Die Leber-und Gallenblasen-Reinigung, die auch Teil meiner eigenen Selbstheilung war, ist eine wichtige Reinigungsart, bei der zu sehen und zu analysieren ist, was zum Vorschein kommt.

Egal, ob die Methode nach Andreas Moritz, Hulda Clark, Tamara Lebedewa, David Wolfe oder nach den Sauers, sie führen alle zum richtigen Ergebnis. Es ist das Ausscheiden der schleimigen Gifte und der sehr vielfarbigen, zuerst meist grünen Cholesterin-Klumpen aus Leber und Gallenblase. Weil ich selbst aber am Ergebnis jeder ausprobierten Methode etwas auszusetzen hatte, setzte ich mich mit meinem Sohn Florian zusammen und wir kreierten eine neue, eigene verbesserte und viel kürzere Methode. Sie sollte vor allem ganzheitlich sein und gänzlich ohne Chemie auskommen, d. h. ohne das lästige Bittersalz, das wollten wir unbedingt allen ersparen. Am Ende waren wir sehr stolz auf uns, weil unsere Methode sehr gut angenommen wurde, leicht durchzuführen ist und höchste Ausscheidungs-Ergebnisse bringt im Vergleich zu den anderen Methoden.

Inzwischen erreichen wir immer mehr Menschen, die davon Gebrauch machen. Auch weil einige schon wissen, das in deutschen Krankenhäusern heutzutage keine einzelnen Steine entnommen werden, sondern nur noch komplett die Gallenblase entfernt wird, und das nur des Geldes wegen. Es wurde nun unser Bestreben, viele Menschen zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu bieten, diese Methode ohne OP, ohne Messer und ohne schädliche Nebenwirkungen bei uns einmal richtig zu erlernen, um sie künftig dann zu Hause fehlerfrei durchführen zu können. So entstand im schönen Haselbach / Thüringen vor über zwei Jahren unsere erste Leberreinigungsstation.

In unseren urlaubsähnlichen FünfTage-Lern-Kursen in familiärer Atmosphäre mit erster überwachter Selbstdurchführung im Bärenbachhaus und in der Villa Grün, helfen wir liebevoll all denen mit Rat und Tat, die noch ein ganzes Stück Arbeit in Richtung Gesundung vor sich haben. Heilen kann sich ein Körper nur selbst, wenn wir sauber gemacht und die Türen dafür geöffnet haben.

Was wir noch alles verbesserten!

Zunächst reduzierten wir die sechs Safttage mit vegetarischer Nahrung vom Andreas Moritz-Vorschlag auf drei reine Safttage ohne feste Nahrung. Dann setzen wir in den Kursen jedem Safttag am Morgen einen frisch gepressten Weizen- oder Dinkelgrassaft voran, der, wenn regelmäßig getrunken, bei uns selbst sehr schnell heilende Wirkung zeigte. Angelehnt an die russischen Methoden ersetzten wir der Bauchspeicheldrüse wegen, die reinen sauren Apfelsäfte durch gemischte Säfte aus sauren Äpfeln und 30 Prozent Gemüse. Es ist Bio-Gemüse von unseren nach Sepp Holzer gestalteten Hügelbeeten, die zum Teil sogar Perma-Kultur sind. Dazu nutzen wir Rote Beete, Pastinaken, Gurken, Sellerie, Möhren, Fenchel, Topinambur und was die Jahreszeit so hergibt, zusammen mit Ingwer. In die Pressung lassen wir Wildkräuter der Wiese einfließen und das wilde Grün der Möhre, die Blätter der roten Beete mit ihrem überragend hohen Anteil an Vitamin A, K und Kalium, auch Grünkohl, Spinat und Mangold, was wir von Viktoria Boutenko alles vermittelt bekommen haben.

Wir verwenden nicht nur den Leber- und Nierentee von Andreas Moritz, sondern bieten zusätzlich Tee einer ganz besonderen Pflanze aus dem peruanischen Regenwald aus den Büchern von Markus Rothkranz. Es ist Chanca Piedra, (Phylantus Niruri) genannt Steinbrecher-Pflanze. Sie hat tatsächlich besondere Steinbrecher Qualitäten und macht im Vorfeld vieles weicher und kleiner. Wie wir wissen, ist sie hilfreich bei Hepatitis A, B und C, sorgt für eine optimale Funktion der Leber und wirkt auf zahlreiche andere Krankheitsbilder sehr positiv.

Wer den Artikel von Dr. H. Friedrich, über die Amalgamausleitung mit Kokoswasser kennt, wird verstehen, warum wir an den Safttagen zur Vorbereitung der Leberreinigung auch Kokoswasser von jungen Trinkkokosnüssen aus Thailand einfließen lassen. Diese Kokosnüsse sind auch der Grund, warum wir jedes Jahr im April mit deutschen Urlaubern eine Sonnenheilung durchführen, entweder mit Kokosnuss-Fasten oder die Leberreinigung wunschweise in Thailand auf der Insel Phuket begleiten. Ebenso gibt es jährlich vier Termine für diejenigen, die diese Reinigung am Meer, in der Casa El Morisco in Adalusien in Spanien begleiten lassen möchten. Eine Casa mit vegan vegetarischer Nahrung und vielen Schüsseln wilder grünen Salatpflanzen.

Weiter geht es mit der Wasserversorgung. Das Wasser sollte an den drei Safttagen jeder Reinigungskur sehr gutes und reines Wasser sein, mit wenig Schwebeteilchen. Nicht jeder hat eine Naturquelle im Wald hinterm Haus, an der er sich bedienen kann, so wie wir hier in Haselbach eine haben, die uns eine vollständige Wasserversorgung gewährleistet. Deshalb sollten Sie sich vorher Gedanken machen, welches Wasser man trinkt.

Nun zur wichtigsten Voraussetzung für eine problemlose Reinigungsnacht. Ich meine die gründliche Darmentleerung einen Tag zuvor. Mit der Heilfrucht Röhren-Kassia (Fistula) vom indischen Goldregen, Sennesblätterschoten oder früher Manna genannt, haben wir den entscheidenden Durchbruch erreicht, um das unangenehme und künstliche Bittersalz auszutauschen. Es ist ein sehr wohl schmeckender und wirkungsvoller Trunk mit abführender Wirkung. Aber Kassia kann noch mehr. Obwohl sie ein ganz natürliches Lebensmittel ist, kann sie Körperzellen öffnen und Giftstoffen den Rückweg in den Blutstrom freimachen zum Abtransport. Sie liefert exzellente Ausscheidungsergebnisse.

Auch am Trunk vor der Lebernacht haben wir Veränderungen vorgenommen. Das beim Schlucken brennende Olivenöl (220 bis 250 Gramm), ersetzen wir heute durch ein für die Leber viel effektiveres kaltgepresstes Mariendistel-Öl, das wir aus dem Saarland beziehen. Den Grapefruitsaft tauschten wir gegen Zitronensaft. Der ist pur, nicht so süß und wir trinken dies einzeln nacheinander, um die Gallenblase richtig zu schocken und ihren Ausstoß zu erbitten. Der Zitronensaft muss immer durchgesiebt sein. Nach dem Trinken folgt nur noch das sofortige Hinlegen mit Leberwickel voller Rizinusöl und Wärmflasche am Bauch, um die Gallengänge von außen richtig zu weiten. Es folgt eine dreistündige Ruheposition bevor die Nachtruhe beginnt.

Was den Körper so alles verlassen kann.

Die Nacht verläuft nicht für jeden ganz ruhig. Im Einzelfall können verschiedene Übelkeiten auftreten, je nach dem, was der Einzelne aus Leber und Gallenblase so auszuscheiden hat. Da die Türen einmal offen sind, nutzt der Körper auch an anderer Stelle die Chance zur Ausscheidung. Die individuelle Eigenart jedes Menschen in seiner Lebensweise und somit auch verschiedene Ernährungsgewohnheiten bedingen ganz verschiedene Ausscheidungen. Es kann außer viel farbigen Gallensteinen, die kleiner als Paprikasamen oder so groß wie eine Walnuss sein können, noch folgendes den Körper verlassen: 

  • dicke aussortierte Lymphe aus dem Lymphbeutel

  • große Mengen alte schwarze oder grüne Galle

  • winzige schwarze Bilirubin-Steine

  • Lamblien und Darmtrichomonaden

  • Parasiten-, Pilznester und Schimmelfäden

  • abgestorbene Wurmstücke

  • gelb-bräunliches Spreu und viel, viel geruchsintensiver, toxischer Schleim

Wer so wie wir in den drei Vorbereitungstagen viel wandern kann, Meridianübungen macht und ab und an Trampolin hüpft, der lockert alles gewaltig auf und wird mit seinem Ergebnis am nächsten Tag sehr zufrieden sein.

Für das Ergebnis im großen Sieb sollten Sie sich interessieren!

Sie sollten am nächsten Tag alles anschauen, analysieren und fotografieren, um es mit den Ausscheidungen einer späteren Reinigung vergleichen zu können. Auch nach einer Gallenblasenentfernung ist diese Reinigung von größter Wichtigkeit, da es dann keinen Auffangbeutel mehr für im Nachhinein entstandene Gallensteine gibt. Dann suchen sie sich einen anderen störenden Platz.

Wer eine Leberzirrhose in dritten Stadium hat, Schwanger ist oder Menschen mit Fieber sollten keine Leberreinigung durchführen.

Nach unseren Erfahrungen hat es bei allen anderen Krankheitsbildern nur verbessernd gewirkt.

Neues Wissen wirklich weitergeben......

Nach meinem Studium vieler Blut-, Darm-, Nieren-, Leber- und Parasiten Reinigungen und unzähliger Selbst-Versuche in dieser Richtung, verwende ich mein Wissen und meine Erfahrungen nun zum Vermitteln der besten Selbst-Reinigungsmethoden und deren Reihenfolge. Diese werden für jeden individuell zugeschnitten, sind gefragt und zu meiner liebsten beruflichen Tätigkeit geworden.

Welche Methode der Leber- und Gallenblasenreinigung ist für mich die Richtige?

Das unterliegt der eigenen Entscheidung. Unsere Methode ist in diesem Artikel noch nicht vollständig genug erläutert, um sie nachzumachen (Zusendung aber möglich). Jedoch rate ich für die erste Leberreinigung den Ablauf egal welcher Methode sehr ernst zu nehmen und genau nach einem Ablaufplan zu handeln. Abzuschalten vom Stress und in die Ruhe zu kommen ist das Wichtigste. Das Rizinusölgetränkte Tuch auf der Leber mit einer Wärmflasche darf nicht vergessen werden, da es das Weiten der Gallengänge garantiert. Mit dem abschließenden Satz aus dem Buch von Christina Peter "Körperreinigung von Innen" (Seite 183) möchte ich Sie zu solch einer Maßnahme motivieren und wünsche Ihnen viel Erfolg: "Die Leberreinigung ist völlig unbedenklich. Diese Aussage stützt sich auf über 500 durchgeführte Behandlungen, darunter viele Menschen im achten oder neunten Lebens-Jahrzehnt. Keiner berichtete jemals über Schmerzen und niemand musste jemals in die Klinik." Diese Erkenntnis deckt sich auch hundertprozentig mit unseren eigenen Erfahrungen. Zu empfehlen ist eine Reinigung ein erstes Mal, dann sieht man, was kommt, wiederholt in vertretbaren Abständen (viertel- oder halbjährlich) bis nichts mehr ausgeschieden wird und fährt dann fort mit einen Mal im Jahr. Ich hoffe, ich konnte die Vorteile und die Wichtigkeit der Körperreinigung für ein gesundes Weiterleben in diesem Jahrhundert verdeutlichen: Gesundheit durch vitalköstliche Ernährung und Reinigung von innen.

Meine Ernährung heute

Ich esse sehr abwechslungsreich. Keineswegs reichen mir zwei Mahlzeiten am Tag. Wegen langer Arbeitszeiten bekommen mir fünf leichtverdauliche, kleinere Mahlzeiten besser. Als erstes trinke ich morgens ein Glas warmes Wasser oder esse gewürfelte Grapefruit. Etwas später gibt es fast täglich einen grünen Smoothie, meist aus wildem Grün, mit einem halben Apfel und wenig Avocado zum Binden des Schaumes und viel Wasser. Am Abend als letztes verzehre ich einen großzügigen Salat. Für zwischendurch gönne ich mir täglich eine rohe vielseitige Gemüsemahlzeit im Zwiebelschneider mit etwas Wasser hergestellt. Es gibt jeden Tag andere Gemüse. Meist sind es Fenchel, Pastinaken, Stangensellerie, Zucchini, Paprika, Pilze usw., dazu kommen zwei Hände voll Grünes von der Wiese, Kräuter wie Liebstöckel, alles wird nur grob gehäckselt, dazu Hochstrasser-Mayonnaisen oder einfach Bio-Tamari. Fast täglich esse ich eine Beerenmahlzeit, mal Rohkostkuchen, selbstgemachte Schokolade, Roh-Pudding aus frischem Kokosfleisch oder Bananeneis. Die essbaren Wildpflanzen, die wir während unserer täglichen Wanderungen zu finden und unterscheiden lernen, beziehe ich tagtäglich mit ein. Letzten Sommer schmeckten mir besonders viele Blüten, mindestens 200 von der Kapuzinerkresse, von Gänseblümchen, rotem Klee und Brunnenkresse, jüngste Triebe von vielen Zweigen und alle Sorten Malven, auch die Gemüsemalve. Abwechselnd esse ich zu einer Mahlzeit gern unsere selbstgemachten Flachbrote mit Apfel Zwiebel-Schmalz aus Kokosfett oder mit Rohfrischkäse aus eingeweichten Cashew-Nüssen gemixt mit Sauerkrautsaft und anderen Gewürzen wie Schabzieger-Klee, verschiedenen Pfeffersorten, Pizza- oder Quarkgewürzen, oder Tomate-Paprika.

Oder ich esse selbstgemachtes Flachbrot als Zwiebel-Paprika- oder Sauerkrautbrot mit Apfel-Zwiebel-Schmalz oder kräutergewürztem Roh-Käse aus Cashewnüssen, auch einen Löffel aus verschiedenen Gläschen z.B. schwarze Sesampaste (höchstes Kalzium 35 Prozent) oder Vitabone von Vitakeim für viel Energie und starke Knochen. Es gibt keine Getränke außer Wasser. In allen Kursen trinke ich früh frisch gepressten Dinkelgrassaft und tagsüber mal Gemüsesäfte. In der Gruppe fällt es leichter. In den Leberreinigungskursen gibt es vor und nach den Safttagen für die Gäste immer hundertprozentig roh und zwischendurch ein Roh-Zubereitungsseminar über Flachbrotvarianten, Fruchtleder oder was unseren Gästen vorschwebt. Viele Gesundheitsgespräche werden, je nachdem, welche Themen aufkommen, intuitiv, ausführlich und inhaltreich abgehandelt. Am Ende jedes Kurses gibt es nicht nur ein Foto von der Ausscheidung, sondern auch viele Info-Blätter, ein Gruppenfoto und eine Rezepte-Mappe.

Ein bis zwei Mal wöchentlich befriedige ich meine Lust auf Gekochtes. Es kommt sowieso nur das Beste in Frage. Vegetarische Linsensuppe, Kartoffelsalat, dampfgegarter Mangold oder andere Gemüse, Grünkernsuppe, Kichererbsen-Salat, Maronen oder Taboulé, alles andere ist abgehakt. Statt grünem Smoothie gibt es manchmal ein Frühstück nach Hildegard von Bingen. Etwas Dinkelflocken Feinblatt mit rohen Haferflocken von Vitakeim, etwas Wasser, gehackte Mandeln, geriebener Apfel und die Gewürze nach Hildegard wie Bertram, Galgant, Zimt und Quendel, dem Wiesenthymian. Der Abwechslung wegen tausche ich manchmal diese Zutaten gegen Erdmandel- und Kastanienflocken aus, dann ist dieses Frühstück glutenfrei.

Nach nicht ganz eindeutigen Zutaten bei Besuchen auswärts mache ich es immer so wie es Helmut Wandmaker uns vermittelt hat. Ich hänge einen Wasser-Fastentag dran, an dem ich mir morgens acht bis zehn Gläser Wasser bereitstelle, viel arbeite und früh schlafen gehe. Das habe ich noch nie bereut und die Waage freut sich am nächsten Morgen. Mit fast 60 Jahren fällt das Gewichthalten bei mir als Genussmensch auch in der Rohkost nicht mehr so leicht wie früher. Ich habe gelernt, bei den Mahlzeiten still zu sein und meinen farbenfrohen frischen Zutaten auf dem Teller hinterher zu denken, wie die Pflanze aussieht, wie gut sie riecht, wie und wo sie wächst, wie die Blüte und der Samen aussehen und welchen Weg sie zurücklegen, bis sie auf meinen Teller landen. Das nennt man Yoga der Ernährung. Auf diese Weise habe ich es geschafft, seit über elf Jahren voller Energie, nicht mehr müde oder krank zu sein, keinen Arzt zu brauchen (außer Zahnarzt), alle Verletzungen selbst zu heilen und mich dauerhaft wohlzufühlen, um ein glückliches, gesundes und dankbares Leben zu führen.

Vita:

Veronika Sauer hat Betriebswirtschaftslehre studiert und betreibt die Naturkostschule im Bärenbach-Haus in Haselbach. Sie ist ganzheitliche Gesundheits-, Lebens- und Ernährungsberaterin und ernährt sich seit über elf Jahren zu mindestens 80 Prozent vegan-rohköstlich mit sehr hohem Grünpflanzenanteil. Als Leiterin einer Leber- und Gallen-Reinigungsstation und der ersten Langzeit-Basenbäder-Station mit Schwermetallausleitung in Thüringen, bietet sie Kurse zur Leber- und Gallenblasenreinigung, eine Basenbad-Abenteuernacht mit Schwermetallausleitung, Gourmet-Rohkost-Zubereitungskurse, Fastenseminare, Wildkräuterwanderungen und vieles mehr an.

www.naturkost-schule.de